Die Giza-Mauer: Der aktuelle Stand von Armin Risi (Januar/April 2007)
In den Jahren 2002 bis 2004 ist das gesamte Pyramiden-Gelände von Giza mit einer Mauer bzw. einem Gitterzaun umgeben worden. Der größte Teil besteht aus einem rund 3 m hohen Gitterzaun (im Wüstenbereich), im Stadtbereich wurde eine 3 bis 4 m hohe Mauer mit aufgesetztem Gitter gebaut. Als die Meldung über den Erbau dieser Mauer Mitte 2002 bekannt wurde, entstanden sogleich hitzige Kontroversen. Auf einer deutschen Website wurde behauptet, diese Mauer existiere gar nicht; die präsentierten Fotos seien allesamt Fälschungen. Andere, insbesondere der Schweizer Rico Paganini, sagten, die Mauer sei Teil eines Plans zur Verheimlichung geheimer Entdeckungen in den unterirdischen Bereichen von Giza. Rico Paganini brachte diese Information (mit einer großen Dringlichkeit) auch zu mir, und auf der Grundlage seiner Darstellungen veröffentlichte ich mehrere Artikel über diese Mauer, gefolgt vom Buch Die Giza-Mauer und der Kampf um das Vermächtnis der alten Hochkulturen (erschienen Ende 2004; vergriffen 2010).
Was hat es mit der „Giza-Mauer“ auf sich? Was läßt sich heute dazu sagen? Wie stehe ich heute dazu, nachdem ich selbst in Giza war?
„Pyramiden – wirklich alles schon geklärt?“ Die Bekanntmachung der Giza-Mauer Das Buch Die Giza-Mauer Der Zweck der Giza-Mauer Die offizielle Meldung über die Giza-Mauer Der weitläufige Verlauf der Mauer Warum ist die Mauer so hoch? Geheime Forschungen im Pyramiden-Gelände? Das neue Pyramiden-Buch im Govinda-Verlag Fazit (und weiterführende Gedanken)
„Pyramiden – wirklich alles schon geklärt?“ So lautet die Überschrift des Artikels, mit dem ich auf eine Pauschalkritik am Buch Die Giza-Mauer und das Vermächtnis der alten Hochkulturen antwortete (zu finden hier auf der Website). All die Punkte bezüglich der kritischen Pyramidenforschung, die ich dort ausführe, sind aus meiner Sicht nach wie vor berechtigt und begründet. Dies kann ich jetzt um so mehr bestätigen, als ich selber eine intensive Giza-Forschung vor Ort durchführen konnte, unter anderem auch im sonst verschlossenen und für die Öffentlichkeit absolut unzugänglichen „Osiris-Grab“, das ich im Giza-Buch (S. 72–79) ausführlich beschrieben habe: eine dreistöckige unterirdische Anlage, die bis in eine Tiefe von 33 m reicht. Der Eingang befindet sich unterhalb des Aufweges zur Chephren-Pyramide.
Durch glückliche, ungeplante Fügungen war es mir und meiner Freundin Silvia Siegenthaler möglich, diese Stätte zu besuchen und Vermessungen vorzunehmen und zu fotografieren. Die Indizien in dieser unterirdischen Anlage weisen darauf hin, daß es sich hier nicht um eine Grabanlage handelt, sondern um eine Einweihungsstätte! Ich nenne diese Anlage deshalb auch nicht „Osiris-Grab“, sondern „Osiris-Krypta“. Im farbigen Bildteil des Buches Machtwechsel auf der Erde habe ich erste Fotos und Kommentare veröffentlicht.
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Die Bekanntmachung der Giza-Mauer
Wie kam ich dazu, mich auf das Thema „Giza-Mauer“ einzulassen?
Im Frühjahr 2002 informierte mich Rico Paganini, der von einem Ägyptenbesuch zurückkehrte, über den Bau dieser Mauer. Seine Fotos zeigten, daß intensiv gebaut wurde: Im Osten des Pyramiden-Geländes standen bereits die ersten Mauerstrecken; die langen Fundamentgräben ließen ahnen, daß das ganze Gelände ummauert werden sollte. Ich kontaktierte sogleich Prof. James Hurtak (Autor des Buches Die Schlüssel des Enoch und Leiter der Academy for Future Science), den ich an Kongressen in Deutschland und in der Schweiz kennengelernt hatte und der ein großer Ägypten-Experte ist. Ihm war bisher nicht bekannt, daß eine solche Mauer gebaut wird, und er nahm mit seinen Bekannten in Kairo Kontakt auf. Diese bestätigten ihm, daß eine solche Mauer gebaut wird, und er bekam eigenes Foto- und Filmmaterial. In der Folge veröffentlichte Prof. Hurtak einige Artikel über diese Mauer. Auch ich veröffentlichte in zwei Zeitschriften und auf meiner Website einen Artikel. Parallel dazu veröffentlichte auch der Pyramidenforscher Robert Bauval auf seiner Website (unabhängig von uns) die Information über den Mauerbau in Giza.
Am 7. November 2005, nach dem vollständigen Abschluß des Mauer- und Zaunbaus, veröffentlichte die ägyptische Regierung auf ihrer Website einen kurzen Bericht über die Existenz dieser Mauer (der vollständige Wortlaut wird weiter unten im Artikel zitiert).
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Das Buch Die Giza-Mauer
Ende 2004 erschien im Govinda-Verlag das Buch Die Giza-Mauer und der Kampf um das Vermächtnis der alten Hochkulturen. Dieses Buch hatte ich verfaßt, indem ich unter anderem – bezüglich der Giza-Mauer – die Angaben von Rico Paganini verwendete. Der größte Teil des Buches behandelt jedoch die vielen offenen Fragen bezüglich der Megalith-Bauten in Ägypten und weltweit, was mit vielen Fotos dokumentiert wird. Das Buch ist eine umfassende Darstellung dieser Bauwerke mit allen wichtigen Details bzgl. der rätselhaften Spuren, die auf eine „andere“ Vergangenheit hinweisen.
Das Buch „Die Giza-Mauer“ entstand, weil Rico Paganini im Sommer 2004 mit einem dringlichen und alarmierenden Bericht über die Entwicklungen in Giza zu mir kam. Ich schlug vor, mit dem aktuellen Thema der „Giza-Mauer“ als Titelgeschichte ein Buch über die Pyramiden und die Rätsel der altägyptischen Megalithstätten zu veröffentlichen – ein Buch, das mir schon seit einigen Jahren vorgeschwebt war und für das ich Schritt für Schritt Recherchen betrieben hatte. Nun, so dachte ich, sei die Zeit gekommen, mit diesem Thema an die Öffentlichkeit zu treten. Dieses Buch erschien Ende 2004.
Informationen, die ich nach dem Erscheinen des Buches aus anderen Quellen bekam, und meine eigene Reise zu den Pyramiden von Gizeh und Sakkara im Herbst 2005 brachten mich zur Überzeugung, dass unser „Giza-Mauer“-Alarm nicht gerechtfertigt gewesen war und auf falschen Vermutungen beruhte.
Obwohl das Buch die Giza-Mauer als Titelthema nennt, macht die Beschreibung der Giza-Mauer nur 17 % des Buchinhaltes aus (38 von insgesamt 226 Textseiten); dazu gehören 46 Fotos als Dokumentation des gesamten Mauerverlaufs (von Rico Paganini und von Helmut Eicher) sowie eine Karte der Giza-Mauer. Diese zeigte uns, daß die Giza-Mauer insgesamt rund 14 km lang ist und ein Gebiet von 12 km² umschließt. Diese Angaben stimmen alle. Die offizielle Mitteilung vom 7. November 2005 besagt, die Länge von Mauer und Zaun betrage insgesamt 15 km. Die von uns ein Jahr zuvor veröffentlichte Längenangabe von 14 km war also ziemlich präzise, zumal im Jahr 2005 noch weitergebaut worden war. Die falschen bzw. fragwürdigen Angaben und Behauptungen betreffen nur wenige Punkte im Buch, aber diese hatten dazu geführt, daß ich mich alarmieren ließ und die Giza-Mauer als Titelthema wählte.
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Der Zweck der Giza-Mauer
Wenn man sich für einige Tage auf dem Giza-Gelände aufhält, erkennt man schnell den praktischen und konkreten Zweck dieses Mauer- und Zaunbaus. Heutzutage sind alle archäologischen Touristenstätten mit Gittern und/oder Mauern abgesichert. Wie ich nachträglich herausfinden konnte, gab es bereits in den 1970er Jahren Veröffentlichungen über die Notwendigkeit nachhaltiger Maßnahmen in Giza, weil die Menschenmassen (die Einheimischen mit ihren Kamelen und Pferden und die Touristen) von allen Seiten aufs Gelände vordrangen und unzumutbare Zustände verursachten: Müllhalden, Kloaken von Menschen und Tieren, überall Kamel- und Pferdekot, konstante Belästigung der Touristen, mangelnde Sicherheit. Nach dem Massaker von Luxor (neben Giza der wichtigste archäologische Touristenort Ägyptens) im November 1997 sah sich die ägyptische Regierung gezwungen zu handeln, denn ein zweites solches Massaker, möglicherweise bei den Pyramiden, hätte das endgültige Aus für den Ägyptentourismus bedeutet. Deshalb wurde sogleich eine Planungskommission einberufen, und im Jahr 2001 wurde der konkrete Bau von Schutzvorrichtungen eingeleitet. Im Jahr 2005 war der Bau der Umgrenzung des Giza-Geländes abgeschlossen. Kleinere Zwischenmauern trennen innerhalb der 14 km² die touristischen Bereiche von jenen Bereichen, die nicht für die Touristen bestimmt sind, z. B. die alten Friedhöfe.
Heute ist es praktisch unmöglich, unkontrolliert das Pyramiden-Gelände zu betreten. An den beiden einzigen offiziellen Eingängen (im Norden beim Mena-House und im Osten bei der Sphinx) finden Metallkontrollen statt wie an einem Flughafen. Und ehrlich gesagt: Man fühlt sich als Besucher dank dieser Sicherheitsvorkehrungen um einiges sicherer.
Mit anderen Worten, die offiziellen Gründe sind zutreffend und erklären die Notwendigkeit des Mauerbaus hinlänglich:
• Absicherung des Geländes und verschärfte Besucherkontrolle, um terroristischen Anschlägen wie dem von Luxor vorzubeugen;
• Schutz und nächtliche Absicherung des Geländes;
• Abgrenzung gegen die hereindrängende Stadt; denn im Norden und Osten des Geländes waren ständig neue Bauten (Bazar-Stände, Kioske, Ställe, Behausungen) gebaut worden und hatten Schritt für Schritt mehr vom Pyramiden-Gelände in Anspruch genommen;
• Regulierung des Aufmarsches von Händlern und Kameltreibern auf dem Gelände: Heute dürfen nur noch Kamel- und Pferdetreiber mit Lizenz das Pyramiden-Gelände betreten. Aber man wird als Besucher auch so noch sehr oft angesprochen bzw. „angehauen“. Man kann sich kaum vorstellen, wie es früher gewesen sein muß, als Hunderte von Händlern auf die Besucher losgingen und ihnen nachrannten und als Hunderte von Pferden und Kamelen täglich überall auf dem Gelände ihr „Geschäft“ verrichteten.
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Die offizielle Meldung über die Giza-Mauer
Unter der weiter oben genannten Internet-Adresse wurde am 7. November 2005 von der ägyptischen Regierung nach Abschluß des Mauer- und Zaunbaus folgende Meldung veröffentlicht:
„Pyramids plateau electronically secured by 2006: A plan to electronically secure the Pyramids Plateau, implemented over the past 3 years, will be given the go-ahead by President Hosni Mubarak early next year. The plan is a collaborative effort of the Ministry of Culture and the National Security Agency./ Minister of Culture Farouk Hosni said that the project cost LE55 millions, and includes the establishment of a 15-km fence around the plateau, to protect against squatting. The fence is entirely away from the panorama of the pyramids, and does not have a negative impact on the aesthetic scenery of the Plateau./ Secretary General of the Supreme Council of Antiquities (SCA) Dr. Zahi Hawas said that the plan provides the area with about 20 electronic gates to regulate and control visits.“
Übersetzung (von A.R.): „Das Pyramiden-Plateau wird ab 2006 elektronisch gesichert sein: Anfang nächstes Jahr wird Präsident Hosni Mubarak für den Plan, das Pyramiden-Gelände elektronisch zu sichern, grünes Licht geben. An der Umsetzung dieses Planes ist bereits während der letzten drei Jahre gearbeitet worden. Hier handelt es sich um ein gemeinsames Projekt des Kulturministeriums und der Nationalen Sicherheitsbehörde. [National Security Agency bezieht sich hier auf die ägyptische Sicherheitsbehörde und nicht etwa auf die US-amerikanische NSA.] / Der Kulturminister Farouk Hosni teilte mit, daß dieses Projekt 55 Millionen ägyptische Pfund [rund 8 Millionen Euro] koste und den Bau eines 15 km langen Zaunes um das Plateau mit einschließe, um dieses gegen Siedlungserweiterungen zu schützen. Der Zaun verläuft vollständig außerhalb des Pyramiden-Panoramas und fällt nicht negativ in das ästhetische Erscheinungsbild des Plateaus. / Der Generalsekretär der Obersten Altertümerverwaltung, Dr. Zahi Hawass, erklärte, der Plan versehe das gesamte Gelände mit etwa 20 elektronischen Toren, um den Besucherstrom zu regulieren und zu kontrollieren.“
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Der weitläufige Verlauf der Mauer
Warum wurde die Mauer derart weitläufig gebaut, so weitläufig, daß gewisse Besucher sie nicht mal sehen und deshalb meinen, sie existiere nicht? Schlicht und einfach deshalb, weil das Pyramiden-Gelände so weitläufig ist!
Das wird bei einem Besuch vor Ort sofort deutlich. Im Norden und im Osten muß die Mauer die definitive Stadtgrenze markieren, denn die Baracken, Pferde- und Kamelställe und Bazar-Stände waren immer weiter ins Gelände hineingetrieben worden. Im Süden verläuft der Querzaun rund 1 km südlich der Mykerinos-Pyramide. Es war nicht möglich, den Zaun weiter nördlich zu bauen, weil der Zaun dann quer durch verschiedene alte Gräberfelder gelaufen wäre. Und auch der Panorama-Kamelritt für die Touristen wäre dann durch den Querzaun verunmöglicht worden. Daß das gesamte Pyramiden-Gelände eingemauert bzw. eingezäunt wurde, ist logisch, denn unautorisierte Kamel- und Pferdetreiber würden vom südlichen und vom westlichen Wüstengebiet her leicht in den Tourismusbereich vordringen, ganz zu schweigen von Leuten, die ein Massaker veranstalten wollen. Die ägyptische Regierung durfte und darf sich hier keine schwachen Stellen und blinden Flecken erlauben.
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Warum ist die Mauer so hoch?
Die Eingrenzung des Pyramiden-Geländes besteht nicht überall aus einer 3–4 m hohen Betonmauer mit aufgesetztem Gitter. Diese Mauer wurde nur im touristisch intensivsten Bereich (im Norden und im Bereich der Sphinx) sowie beim östlichen Stadtteil Nazlet-el-Samaan gebaut. Ansonsten besteht die Eingrenzung aus einer soliden Basismauer und einem 3 m hohen Gitterzaun. Der Begriff „hoch“ ist sowieso sehr relativ. Wenn man auf einem Kamelrücken sitzt, ist ein 3 m hoher Gitterzaun nicht mehr hoch.
Man darf nicht vergessen: Hier geht es um die Sicherung des wichtigsten archäologischen Geländes der ganzen Welt, und zwar in einem Umfeld, das religiös-politisch sehr explosiv ist.
Ist diese Mauer eine Sichtsperre, damit bei geheimen Grabungen niemand zuschauen kann? Nein. Denn von den Hausdächern im Norden und Osten des Geländes läßt sich ein Großteil des Geländes überblicken. Und sowieso besteht der größte Teil der 15 km langen Eingrenzung nur aus einem Gitterzaun.
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Geheime Forschungen im Pyramiden-Gelände?
Finden im Pyramiden-Gelände geheime Forschungen statt? Der Autor Andreas von Rétyi erwähnt in seinem Buch Geheimakte Gizeh-Plateau (2005) einige Indizien, die auf solche Forschungen hinweisen.
Ich selbst konnte nirgendwo im Gelände derartige Indizien finden. Auch in der Osiris-Krypta fand ich keine Spuren von geheimen Forschungen. Hier sah es eher so aus, als ob die Arbeiten schon vor längerer Zeit eingestellt worden wären.
Wie die Geschichte der z. T. geheimen Giza-Forschungen der letzten einhundert Jahre zeigt (zusammengefaßt auf 50 Seiten in Kapitel 7 des Buches Die Giza-Mauer), konnten solche Forschungen auch ohne eine Mauer stattfinden.
Würden des Nachts im Gelände verborgene Grabungen stattfinden, müßten die Löcher am Tag zu sehen sein. Die Touristen dürfen sich innerhalb des gesamten Pyramiden-Geländes ungehindert bewegen. Grabungen würden also sofort auffallen.
Die Behauptung, die Errichtung der Mauer weise darauf hin, daß die legendären unterirdischen „Hallen der Aufzeichnungen“ gefunden worden seien („Die Mauer entspricht genau dem Verlauf der unterirdischen Hallen!“), ist nicht sehr einleuchtend, denn warum müßte man unterirdische Hallen oberirdisch absperren? Viel schlauer und weniger auffällig wäre es, einfach den Eingang zu verbergen …
Theoretisch ist es durchaus möglich, daß die Mauer irgendwann auch verwendet werden könnte, um das gesamte Gelände für die Öffentlichkeit abzusperren. Diese Möglichkeit ist nicht auszuschließen. Aber momentan weist nichts darauf hin, und diese hypothetische Möglichkeit entkräftet in keiner Weise die vielen offensichtlichen und dringenden Gründe für den Bau der Geländeumgrenzung.
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Das neue Pyramiden-Buch im Govinda-Verlag
Ich habe im Jahr 2005 mit dem Pyramidenforscher, Ingenieur und Mathematiker Axel Klitzke zusammengearbeitet und war der Lektor seines hochinteressanten und innovativen Buches Pyramiden – Wissensträger aus Stein, zu dem ich auch das Vorwort verfaßte. Was Axel Klitzke über die Pyramiden herausgefunden hat, mag spekulativ sein, ist aber fundiert und läßt sich mit seinen genialen mathematischen Entschlüsselungen untermauern.
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Fazit (und weiterführende Gedanken)
Die alarmierende Darstellung beim Thema „Giza-Mauer“ beruhte auf fragwürdigen Informationen. Deshalb: Entwarnung! Das Pyramiden-Gelände ist weiterhin zugänglich, und die Pyramiden können weiterhin besucht werden. Die Gründe, warum die Giza-Mauer gebaut wurde, sind bei einem Besuch vor Ort leicht erkennbar, insbesondere die Sicherung des Geländes und der Schutz der Besucher. Diese Mauer wurde nicht gebaut, um geheime Forschungen zu verdecken. (Geheime Forschungen müßten auf eine andere Weise geheimgehalten werden.)
Es existiert jedoch tatsächlich eine Mauer, die die Forschung und Erkenntnisgewinnung behindert – und das weltweit, nicht nur in Giza. Gemeint ist die Mauer des materialistischen Weltbildes. Wenn Wissenschaftler mit einem solchen Weltbild die megalithischen Stätten der alten Hochkulturen erforschen, projizieren sie gezwungenermaßen entsprechende Konzepte in die Vergangenheit und sehen überall nur noch „Gräber von Pharaonen“, selbst wenn keinerlei Inschrift und kein Fund einer Mumie darauf hinweist. Mit einem materialistischen Weltbild kann man sich gar nicht vorstellen, was diese Stätten, insbesondere die megalithischen Giza-Anlagen, denn anderes hätten sein sollen als die Gräber von gigantomanischen Pharaonen.
Die Weisen der alten Kulturen lebten jedoch nicht in einem materialistischen Weltbild und hatten einen ganz anderen Zugang zu den höheren Dimensionen, die aus der heutigen Sicht bestenfalls noch als „Mythologie“ bezeichnet werden. Aber nicht nur das Urwissen der Menschheit, auch die neusten Erkenntnisse der holistischen Wissenschaft weisen darauf hin, daß wir in einem multidimensionalen Kosmos leben.
Konzentrieren wir uns also auf die wirklich wichtigen Fragen unseres Menschseins – und unserer Menschheitsgeschichte. Denn wir Menschen sind geistige Wesen und nicht einfach „Tiere“, weshalb die materialistische Theorie über die Entstehung des Menschen und der Zivilisation sehr beschränkt (und auch falsch!) ist.
Um diesen Fragestellungen in einem weiteren Rahmen nachgehen zu können, habe ich im Herbst 2005 das „Forschungsinstitut für die Wissenschaft der Involution“ gegründet („Research Institute for the Science of Involution“, R.I.S.I.) science-of-involution.org: Biologie, Geologie und Menschheitsgeschichte jenseits von Darwinismus und Kreationismus.
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