Kongreß zum „Projekt Cheops“

Am 18. Oktober 2008 lud das von Polen ausgehende „Projekt Cheops“ (
projekt-cheops.eu) in Basel zum ganztägigen „5. Internationalen Symposium“ ein, an dem rund 250 Personen teilnahmen. Der Inhalt wurde im Untertitel des Einladungsprospekts wie folgt zusammengefaßt: „Aktuelles über die Ausgrabungen zum Großen Labyrinth in Ägypten. Informationen durch spektakuläre Quelle stimmen mit wissenschaftlicher Nachforschung überein.“

Bei dieser „spektakulären Quelle“ handelt es sich um mediale Trance-Botschaften, die von der 59jährigen polnischen Heilpraktikerin Lucyna Lobos seit 2001 empfangen werden. Als Absender wird ein Wesen genannt, das sagt, es sei der aus den sumerischen Schriften bekannte Außerirdische Enki. In diesen Botschaften wurden präzise Orte in Polen und in Ägypten (auf dem Giza-Plateau und bei der Lehmziegelpyramide von Hawara) genannt, wo wichtige Ausgrabungen zu machen wären. In Polen wurde die Richtigkeit der Angaben bereits 2004/5 durch Grabungen bestätigt. In Ägypten hat die Gruppe des „Projektes Cheops“, mit finanzieller Unterstützung durch zwei Stiftungen, von der Altertümerverwaltung die Erlaubnis für Bodenradar-Untersuchungen in Giza und Hawara bekommen. Diese sind 2006 und 2008 durch eine Zusammenarbeit von Geologen der Universität Kairo und der Universität Breslau durchgeführt worden. Das Ergebnis präsentierten am Basler Symposium der Geologe Dr. Adam Szynkiewicz von der Universität Breslau und der Ingenieur William Brown. Das wissenschaftliche Fazit: An allen rund zwanzig Stellen, die Lucyna Lobos genannt hat, ließen sich eindeutig Anomalien feststellen. In Hawara haben bereits die Ausgrabungen begonnen. Ziel ist nichts Geringeres als die Entdeckung des bisher für Legende gehaltenen großen Labyrinths, das Herodot und andere Geschichtsschreiber der Antike in ihren Schriften erwähnten.

Das „Projekt Cheops“ hat, wie dessen Leiter, Andrzej Wojcikiewicz, zu Beginn des Symposiums darlegte, zwei Hauptaspekte: der archäologische und der esoterische. Denn das Ziel dieser Ausgrabungen sei es, durch eine von Enki genannte Entdeckung in Giza die Große Pyramide zu aktivieren, um ein Schutzschild um die Erde aufzubauen, denn im Jahr 2012 werde „Nibiru“, der Planet X, in seine größte Erdnähe kommen und auf der Erde gewaltige Katastrophen auslösen – falls dieser Schutzschild nicht aktiviert werde. Planet X werde, wie Lucyna Lobos am Schluß des Symposiums in Trance mitteilte, ab der zweiten Hälfte des Jahres 2009 „mit Teleskopen“ zu sehen sein. Die ganze Geschichte hat also ein definitives Prüfdatum.

Die in Trance empfangenen Antworten geben eine Darstellung über die Entstehung der Pyramiden, die ganz anders ist als die der offiziellen Ägyptologie, aber auch anders als die esoterischen Beschreibungen, wie wir sie u. a. von Edgar Cayce kennen. Laut den neuen Enki-Texten seien die Pyramiden vor rund 6500 Jahren gebaut worden, also zweitausend Jahre vor dem heute bekannten Cheops. Der Bau sei von einem heute unbekannten, vordynastischen Pharao Chufu durchgeführt worden, mit technologischer Hilfe von Außerirdischen. Der heute bekannte Pharao Chufu, den die Griechen „Cheops“ nannten, habe die Große Pyramide nur renoviert. Der Zweck des Pyramidenbaus habe darin bestanden, eine Schutzvorrichtung für den nächsten Durchlauf von Planet X einzurichten – die dann aktiviert werde, wenn Planet X wieder kommt.

Einige Angaben zu den Pyramiden und zur Sphinx sind nicht leicht zu glauben. Und was ist, wenn Planet X nicht kommt oder gar nicht existiert …? Der Leiter des Projekts, Andrzej Wojcikiewicz, projizierte in seinem Eröffnungsreferat folgenden Satz an die Leinwand: „Wenn es nicht stimmt, dann ist es eine Chance für einzigartige archäologische Entdeckungen in Ägypten und ein spannendes Szenario für einen Hollywood-Film.“

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