Geheimpolitik
„Illuminati“ – Inszenierter Angriff gegen sich
selbst
Was ist das
Hauptthema von Dan Browns Roman Angels &
Demons (Ersterscheinung 2000), dt.
Illuminati (2003)? Die meisten Rezensenten
sagen hier, das Hauptthema sei der alte Geheimbund
der „Illuminati“, der schon lange nicht mehr
existiere, während „Verschwörungstheoretiker“
glauben, er existiere immer noch. Aber ist das
Phantom der „Illuminati“ tatsächlich das
Hauptthema? Wer dies meint, verkennt die Pointe von
Dan Browns Roman: Hinter der Phantom-Verschwörung
fand eine andere, reale Verschwörung statt, die
mehrere Todesopfer forderte und ein konkretes Ziel
anstrebte. Denn das Grundmuster des Romans ist
folgendes: Ein fanatisches Vatikan-Mitglied
inszeniert heimlich einen mörderischen Angriff
gegen die Kirche, damit die Kirche durch diese
Opfer-Position an Macht und Sympathien gewinnen
kann. Hier wiederum sollte man nicht am
oberflächlichen Handlungsablauf hängenbleiben und
meinen, es gehe einfach um eine Vatikan-Story. Das
grundlegende Szenario ist das altbekannte, aber
immer wieder funktionierende Motiv des inszenierten
Angriffs gegen sich selbst. Beim Roman hätte man
vielleicht noch meinen können, Illuminati
sei eine Parodie auf „Verschwörungstheorien“, weil
ein bestimmter Handlungsstrang diese falsche Fährte
legte. Im Film wird dieses Element weggelassen.
Dafür enthält er ein neues Detail, das den
aktuellen Bezug versteckt und doch offensichtlich
herstellt. mehr
Zur Frage einer
„Weltverschwörung“
Wer
Verschwörungstheorien vertreten oder kritisieren
will, sollte grundlegend zwischen zwei Versionen
unterscheiden. Einerseits gibt es die Theorie:
„Alles, was geschieht, wird von gewissen Mächten
gelenkt.“ Diese Feindbildtheorie, die von vielen
Faschisten und Fundamentalisten vertreten wird, ist
jedoch absurd. Eine totalitäre Macht kann nur
räumlich und zeitlich begrenzt alles beherrschen.
In einer Sekte, Logenorganisation und politischen
oder religiösen Diktatur kann der Versuch
unternommen werden, alle Mitglieder bzw. Bürger
durch Gewalt, Dogmen, Schweigegelübde usw. zu
beherrschen und deren Handeln zu bestimmen. Wenn
solche Strukturen jedoch auf globale Verhältnisse
übertragen werden sollen, so wird es immer Menschen
geben, die sich einer solchen High-Tech-Macht
widersetzen. Bezeichnenderweise werden gerade diese
kritischen Menschen als Verschwörungsparanoiker,
Fanatiker, Fortschrittsfeinde, ja sogar als
Staatsfeinde usw. angegriffen. mehr
„Wer regiert die Welt?“
Während
Hunderten und Tausenden von Jahren haben die
Menschen aller Hochkulturen von unsichtbaren Welten
und Wesen gesprochen. Erst seit etwa dreihundert
Jahren glaubt der „moderne“ Mensch plötzlich,
bewiesen zu haben, daß es diese „Dinge“ gar nicht
gibt – und hat gerade während dieser Zeit eine um
sich greifende Zerstörung heraufbeschworen.
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Prinzessin Dianas Tod
Eine
Zusammenfassung von David Ickes Analysen und
Theorien
in seinem Buch The
Biggest Secret
Einen großen Teil seines Buches The Biggest
Secret verwendet David Icke
für die Analyse von Prinzessin Dianas Tod. Wie paßt
dieses Ereignis in den Plan der Manipulatoren? Weil
Ickes Erklärungen sehr spektakulär und fundiert
sind, sollen sie hier für unsere Leser ausführlich
zusammengefaßt werden. mehr
Jack London: Die Eiserne Ferse
Die
Geheimgesellschaften, ursprünglich der schweigenden
Nichteinmischung verpflichtet, pflegen nunmehr die
verschwiegene Einmischung, und das schon seit
geraumer Zeit. Ihre hohen Ideale wurden von innen
her ausgehöhlt und dienen in vielen Fällen nur noch
als Fassade. Heute sind ihre Vertreter
vielschichtig in das Karma der Welt verstrickt,
denn die Verführung ist groß, Geheimwissen und
Disziplin zu mißbrauchen, um andere Menschen zu
manipulieren – durch Wissensvorsprung, Macht und
Geld. Wie bei den Religionen schlichen sich auch
bei den Logenverbänden Stolz und Selbstherrlichkeit
ein. Die hochgradigsten Machthaber glauben
mittlerweile sogar, sie seien berufen, die
Menschheit zu beherrschen, und dieser Zweck heilige
ihre Mittel. mehr
Agatha Christies letzter Roman: Postern of
Fate
Weitere Zitate von
Agatha Christie zu den Hintergrundmächten
von Armin Risi (April 2008)
Im Buch Machtwechsel
auf der Erde faßte ich zu Beginn von
Kapitel 3 („Die geheimen Mächte hinter der
Weltpolitik“) als Einführung in dieses weite Thema
ein vielsagendes Buch von Agatha Christie zusammen,
den Kriminalroman Die Großen
Vier. Agatha Christie
(eigentl. Clarisse Miller, 1890–1976)
veröffentlichte diesen Roman neun Jahre nach dem
Ende des Ersten Weltkrieges. Ihr Vorteil war, daß
sie über jüngste historische Ereignisse schreiben
konnte, ohne Historikerin sein zu müssen. Sie
stammte aus der High Society des britischen
Empires, weshalb sie zahlreiche Personen kannte,
die einen direkten Einblick hinter die Kulissen der
Weltpolitik hatten. In der Nach- bzw.
Zwischenkriegszeit, als sie mit ihren ersten
Romanerfolgen bekannt wurde, waren die Ereignisse
in Rußland und der Erste Weltkrieg das
Hauptgesprächsthema, denn diese noch frischen
Eindrücke waren schauerlicher als alles bis dahin
Gekannte. So kam auch der jungen Erfolgsautorin
Agatha Christie zu Ohren, daß es verschworene
Organisationen gibt, die bei ihren Machenschaften
über Leichen gehen. Man erzählte sich auch, es
werde nicht bei diesem einen Krieg bleiben;
dieselben Mächte hätten auch einen zweiten
Weltkrieg geplant, ja sogar einen dritten. Die
Botschaft war heikel, und deshalb bot ein Roman die
ideale äußere Form, um die Menschen vorsichtig für
gewisse Wahrheiten zu sensibilisieren.
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