Zur Frage einer „Weltverschwörung“von Armin RisiArmin Risis Antwort auf einen kritischen Artikel, verfaßt von einem Politologie-Studenten und Logenaspiranten, der alle Verschwörungstheorien als „Wahngebilde“ bezeichnet und auch das Buch Machtwechsel auf der Erde verunglimpft. Wer Verschwörungstheorien vertreten oder kritisieren will, sollte grundlegend zwischen zwei Versionen unterscheiden. Einerseits gibt es die Theorie: „Alles, was geschieht, wird von gewissen Mächten gelenkt.“ Diese Feindbildtheorie, die von vielen Faschisten und Fundamentalisten vertreten wird, ist jedoch absurd. Eine totalitäre Macht kann nur räumlich und zeitlich begrenzt alles beherrschen. In einer Sekte, Logenorganisation und politischen oder religiösen Diktatur kann der Versuch unternommen werden, alle Mitglieder bzw. Bürger durch Gewalt, Dogmen, Schweigegelübde usw. zu beherrschen und deren Handeln zu bestimmen. Wenn solche Strukturen jedoch auf globale Verhältnisse übertragen werden sollen, so wird es immer Menschen geben, die sich einer solchen High-Tech-Macht widersetzen. Bezeichnenderweise werden gerade diese kritischen Menschen als Verschwörungsparanoiker, Fanatiker, Fortschrittsfeinde, ja sogar als Staatsfeinde usw. angegriffen. Man muß deshalb unterscheiden zwischen der Weltverschwörungstheorie und der differenzierten Verschwörungstheorie, denn deren Aussagen sind geradezu entgegengesetzt: (1) „Alles, was geschieht, wird von gewissen Mächten gelenkt“; (2) „Gewisse Mächte versuchen, alles, was geschieht, zu lenken.“ Letzteres ist eine ganz andere Sichtweise, und die obengenannten Beispiele zeigen, daß diese Darstellung nicht bloß eine Theorie ist. Denn solche Organisationen existieren, und sie sind mächtiger, als das Volk ahnt, eben weil sie im Geheimen wirken und ihr Wirken gerne verharmlosend darstellen. Leider ignorieren Kritiker von Verschwörungstheorien oft diese Unterscheidung. Hierfür ist der Artikel von A.B. ein typisches Beispiel. Er kritisiert pauschal die „phantastischen Wahngebilde einer allumfassenden Verschwörung“, um zu implizieren, damit sei jegliche Verschwörungsdarstellung widerlegt. Dadurch wird die Argumentation jedoch zu einem sogenannten Strohpuppenargument, weil man jemanden anhand einer Aussage widerlegt, die dieser gar nicht gemacht hat! Das heißt, man unterstellt den Kritisierten gewisse Aussagen oder verfälscht deren Aussagen. Noch heimtückischer, ja schon verhetzend wird diese Methode, wenn gesagt wird, Faschisten wie die Nazis und Stalinisten hätten mit solcher Propaganda ihren Kampf rechtfertigt. Logischer Schluß: Alle, die Verschwörungstheorien vertreten, sind potentielle Faschisten! Dabei wird verschwiegen, daß Leute wie Stalin, Lenin und viele andere Vorder- und Hintermänner der Weltgeschichte gesponserte Mitglieder von Logenorganisationen waren und nur deshalb ihre Machtposition bekamen. Gerade auf diese weniger bekannten Fakten wird in den Verschwörungsanalysen hingewiesen. Die Weltverschwörungstheorie wird von den meisten hintergründigen Geschichtsanalytikern mit Recht abgelehnt, und auch ich sage dies im Buch Machtwechsel auf der Erde eigentlich unmißverständlich (S. 243 ff.; angeführt unten im Anschluß an diesen Text) im Unterkapitel „Gibt es eine Weltverschwörung?“, eine Frage, die ich mit aller erforderlichen Differenzierung verneine. Damit soll jedoch die Existenz von Mächten, die alles bzw. möglichst viel beherrschen wollen, weder geleugnet noch verharmlost werden. Doch genau dieeschieht in Herrn Bs Artikel. Jede Kritik an den von ihm verteidigten Machtorganisationen wird pauschal als Propaganda und Diffamierung hingestellt. Dabei wird deren Einfluß verharmlost bzw. gar nicht untersucht. Gleichzeitig stört sich Herr B. auch an der Ansicht, daß es satanische Kräfte gibt, die ihren Einfluß schon seit langer Zeit und weltweit ausüben. Sind etwa die Inquisitionsmorde, die Völkermorde, die Konzentrationslager, die Weltkriege, die Bürgerkriege, der Vietnamkrieg und viele vergleichbare Akte der Weltgeschichte sowie die Kriege gegen Tier und Natur etwas anderes als satanisch? Und die Mächte, die dies organisieren und finanzieren, sind sehr vernetzt. Am Schluß des Artikels wird postuliert, all diese Entwicklungen seien „als Ganzes jedoch ungeplant“, mit anderen Worten, sie seien gesamthaft nur bedauerliche Zufälle, für die niemand verantwortlich sei und mit denen keine größeren Pläne verfolgt würden. Das ist einmal mehr das Strohpuppenargument der Weltverschwörung und lenkt von der Tatsache ab, daß es Mächte gibt, die mit ihren „planvollen individuellen Handlungen“ diese Entwicklungen sehr wohl gemäß ihren „dynamischen Partikularinteressen“ manipulieren. Heute gibt es Tausende von Büchern, die auf die politischen, ideologischen und geheimen Hintergründe des Weltgeschehens eingehen. Leider werden solche Bücher immer wieder pauschal als Schund und Propaganda hingestellt oder dann lächerlich gemacht. Sollen dadurch die intelligenten Menschen abgeschreckt werden, gerade diese Bücher zu lesen? Das Lächerlichmachen geschieht im Artikel z. B. dadurch, daß gesagt wird, ich würde als „Basis meines Verschwörungsmodells“ seitenlang Agatha Christies Roman Die großen Vier bemühen. In Wirklichkeit werden in meinem Buch jedoch mit fundierter Argumentation historische, philosophische und theologische Zusammenhänge aufgerollt, und ich weise darauf hin, daß hierfür auch in der Belletristik zahlreiche Beschreibungen zu finden seien. In diesem Zusammenhang wird als eines der berühmtesten Beispiele Agatha Christies Roman analysiert, aber auch Friedrich Hölderlins Hyperion und noch andere. Noch deutlicher wird der Versuch, Kritiker lächerlich zu machen, wenn diese allesamt in einen Topf geworfen und deren angebliche Weltsicht als „albern“ bezeichnet wird, im Artikel z. B. die Illuminatendarstellung. Was mich betrifft, so betone ich diesbezüglich im Buch mehrmals deutlich, daß sich die Bezeichnung „Illuminat“ nicht auf die bayerischen Illuminaten bezieht, sondern auf eine bestimmte Ideologie und Mentalität, die auch bei den bayerischen Illuminaten zum Ausdruck kam. Diese Differenzierung fällt im Artikel leider ebenfalls unter den Tisch. Soll hier neben der Verharmlosung und Verteidigung gewisser Leute eine Diffamierung anderer Leute betrieben werden, vor allem jener, die die ersteren durchschauen? Dies wäre nicht das erste Mal in der Geschichte, daß an kritische Minderheiten „Judenstempel“ ausgeteilt werden, um sie dann in einem nächsten Schritt weiter zu bekämpfen. Tatsächlich ist genau dies der Inhalt vieler Prophezeiungen, insbesondere derjenigen des Jesus (z. B. Mt 24, Lk 21) und der Johannes-Offenbarung, aber auch vieler aus der Neuzeit. Sie alle warnen vor der Globalisierung mit der damit verbundenen hochtechnologischen Eine-Weltordnung. Ein wichtiger Schlüssel ist die prophezeite „Zahl des Biestes“, 666, die heute tatsächlich in verschiedenster Form, z. B. als www, eine globale Bedeutung bekommen hat. Wer vor dieser mächtigen Entwicklung warnt, macht sich bei den Mächtigen nicht beliebt, und auch im Artikel werden sie als „wissenschaftsfeindlich“ sowie „antiaufklärerisch und regressiv“ gebrandmarkt. Im Schlußsatz wird behauptet, sie seien auch nicht „konstruktiv“. Fragt sich nur: Konstruktiv wofür? Etwa für eine neue Weltordnung der globalen 666-Technologie, ohne die „niemand kaufen und verkaufen kann“? (Siehe Offenbarung 13,17–18) Wenn diese Prophezeiungen zutreffen, dann würden Menschen wie ich zu den ersten Verfolgten gehören, im Gegensatz zu Menschen mit anderen Ansichten, z. B. solchen, wie sie im Artikel von Herrn B. vertreten werden. Mit Recht jedoch greift Herr B. aus meinem Buch gerade jenen Satz als Zitat heraus, in dem es heißt, daß Wesen aus den Dunkelwelten auf der Erde inkarnieren. Dies ist tatsächlich ein Schlüssel zum Verständnis der gegenwärtigen und zukünftigen Weltlage, setzt jedoch ein multidimensionales Weltbild voraus, denn was auf der Erde geschieht, kann man erst dann verstehen, wenn man hinter die Kulissen der sichtbaren Materie blickt, auch hinter die sichtbaren materiellen Körper (und deren „Schlips und Kragen“). Es geht hierbei überhaupt nicht darum, diese Menschen ihrer Menschlichkeit zu berauben, wie das im Artikel nachfolgende Zitat behauptet, sondern um die Stärkung des eigenen Verantwortungsbewußtseins, denn es ist nicht egal, was und wem man glaubt. Wie bereits gesagt, sind hierüber heute zahlreiche Informationen vorhanden, aber es würde genügen, nur schon das im Artikel angegriffene Buch zu lesen, um weiterführende Wahrheiten zu finden. Wer sucht, der findet. Aber dies erfordert Mut, konsequente Wahrheitsliebe und Gottvertrauen. Denn alles beruht letztlich auf Glauben, auch das von Herrn B. vertretene Weltbild mit all dem, was als „Fortschritt“ begrüßt und was abgelehnt wird. Aus: Machtwechsel auf der Erde, Kapitel 6, „Schöne neue Welt-Ordnung“ (S. 243 ff.): Schlußbetrachtung: Gibt es eine Weltverschwörung? |