Philosophie
Zeit und Ewigkeit
(Interview
mit Armin Risi)
Das Schwerpunktthema dieser Lichtwelle-Ausgabe
lässt sich von unterschiedlicher Seite betrachten,
nicht zuletzt auch von der philosophischen. Im
folgenden Interview stellten wir Armin Risi deshalb
Fragen, welche die philosophische Betrachtung ins
Zentrum rücken. Armin Risi verbindet westliche und
indische Philosophie durch eine ganzheitliche,
theistische Weltsicht. mehr
Glauben und Wissen
Braucht
Esoterik auch Philosophie? Ja, sagt Armin Risi
(Referent an unserem Kongress Ende September), und
doppelt nach, daß auch die heutige Wissenschaft
eine philosophische Durchleuchtung brauchen würde,
denn vieles, was als wissenschaftlich bezeichnet
wird, ist bereits Interpretation und Ideologie. Im
folgenden Artikel, der absichtlich etwas
heraufordernd geschrieben ist, geht es um die
Frage, in welcher Form die heute vorherrschenden
Weltbilder begrenzt sind und welche Erkenntnisse
uns über diese Beschränktheit hinausführen könnten
– mit all den damit verbundenen Möglichkeiten für
unser Leben und für das Wohl der Menschheit und der
Erde. mehr
Unterscheiden ohne zu urteilen –
was bedeutet das?
Wenn von
der Polarität „positiv“ und „negativ“ gesprochen
wird, lautet ein häufiger Einwand, man dürfe nicht
urteilen und etwas als positiv und etwas anderes
als negativ bezeichnen; das sei polares Denken; man
solle nie werten und nie urteilen, denn nichts sei
schlecht oder falsch. „Alles hat einen Sinn.“
Letzteres stimmt. Alles hat einen Sinn,
auch
das Negative. Aber
deswegen ist das Negative immer noch
negativ! mehr
Licht und Schatten der
Gegenwart
Eine
philosophische Analyse von Armin Risi
Prophezeiungen, Verschwörungstheorien,
Selbsterlösungswege, Hoffnungen auf Gott und sogar
schon „Gespräche mit Gott“ stehen in der modernen
Esoterik hoch im Kurs. Verschiedenste Weltbilder
werden propagiert: durch Gruppierungen,
Bestseller-Autoren, Geheimlehren usw. Und alle
glauben, recht zu haben und im Licht zu sein. Haben
einige mehr recht als andere? Kann und darf man
unterscheiden? Oder ist alles relativ? Sind wir
einer philosophischen bzw. ideologischen Willkür
ausgesetzt, ohne Kriterien und Maßstäbe für das,
was Wahrheit ist? Gibt es überhaupt so etwas wie
„Wahrheit“? mehr
Offene Geheimnisse
Die
meisten Menschen, die sich von den Massenmedien
informieren lassen, glauben nicht, daß es Mächte
gibt, die die Massen manipulieren und nach einer
Weltherrschaft streben. Sie können es nicht glauben
(weil es nicht in ihr Weltbild paßt) oder wollen es
nicht glauben (weil es unbequem ist).
mehr
Aus Schaden allein wird der Mensch
nicht klug
Zahllose
Zivilisationen sind auf der Oberfläche der Erde
schon entstanden und wieder vergangen, und mit
ihnen kamen und gingen verschiedenste
Weltanschauungen, Ideologien und
Herrschaftssysteme. Dieses Kommen und Gehen,
vergleichbar mit dem Wechsel von Sommer und Winter,
bildet das, was wir heute „Geschichte“ nennen. Doch
genauso wie in den letzten hundert Jahren die
Naturwissenschaften ihr Weltbild grundlegend ändern
mußten und vor weiteren Änderungen stehen, so wird
auch das Fach „Geschichte“ sein Weltbild ändern
müssen, obwohl sich die Vertreter der historischen
und archäologischen Doktrinen bis anhin dagegen
gestemmt haben und immer noch stemmen.
mehr
Die Erde als kosmischer
Brennpunkt
Gibt es
unsichtbare Einflüsse im Hintergrund des
Weltgeschehens?
Während
Hunderten und Tausenden von Jahren war für die
Menschen aller Hochkulturen die Existenz von
höheren Welten und Wesen eine selbstverständliche
Tatsache. Erst seit relativ wenigen Jahren (etwa
seit dreihundert) glaubt der „aufgeklärte Mensch“
plötzlich, bewiesen zu haben, daß es diese „Dinge“
gar nicht gibt – und hat gerade während dieser Zeit
die Welt an den Abgrund der Selbstzerstörung
geführt. Wenn es in diesen Glaubensfragen
irgendeinen Beweis geben kann, ist nicht
gerade das
ein
Beweis – ein Beweis für die verhängnisvolle
Einseitigkeit des materialistischen Weltbildes? Ist
der Mensch vielleicht doch Teil eines
multidimensionalen Kosmos, in dem es mehr gibt als
das, was der materialistische Mensch sieht und
glaubt? Wäre dann nicht gerade die Unkenntnis
dieser spirituellen Zusammenhänge die tiefe Ursache
für den Teufelskreis, in den die Menschheit geraten
ist? mehr
Sind wir so programmiert, daß wir
keinen freien Willen mehr haben?
Täglich
erreichen mich Dutzende von Briefen, die ich nach
wie vor versuche, alle zu beantworten. Anfangs
Januar 2002 kam folgender Brief, der in seiner Art
herausragt und ein Zeugnis großer Ehrlichkeit ist.
Deshalb soll er hier – mit der Antwort –
veröffentlicht werden, weil er uns alle zu einer
tieferen Konfrontation mit unseren eigenen Ängsten
und Zweifeln anregen kann. mehr
„Jenseits von Gut und Böse“
Als
Titel eines Buches von Friedrich Nietzsche ist die
Wendung Jenseits
von Gut und Böse weltberühmt
geworden. Deshalb möchte ich in Form einer kurzen
philosophischen Exkursion auf dieses Werk und
seinen Autor eingehen. „Aus vedischer Sicht“
bedeutet aus einer Sicht, die den materiellen
Kosmos als multidimensional und das Absolute
jenseits des Relativen als konkrete Realität sieht,
so wie dies aus höheren Quellen als
Veda
(Sanskrit
für „[offenbartes] Wissen“) erkannt werden kann.
Veda-bezogen („vedisch“) bedeutet also nicht
spezifisch „indisch“, denn in allen Kulturen lassen
sich Veda-Quellen finden. Diese widersprechen sich
nicht, sondern können sich gegenseitig
ergänzen. mehr
Nietzsche über Hölderlins
Dichtung
Diejenigen,
die sich für spirituelle Themen interessieren und
selbst schon persönliche innere Einweihungen
erleben konnten, haben manchmal den Eindruck, daß
sie sehr alleine seien, vor allem dann, wenn sie
sich anderen mitteilen möchten. Dennoch dürfen wir
sagen: Gott sei Dank sind wir mit diesen
Erkenntnissen und Einsichten nicht die einzigen auf
der Welt! Und wie Hölderlin, Nietzsche und andere
zeigen, sind wir auch nicht die ersten.
mehr
Hölderlin: „Götter wandelten einst
bei Menschen …“
… und
werden wiederkehren!
Diese
erstaunliche Weltsicht vertrat der deutsche Dichter
Friedrich Hölderlin (1770-1843). Vor 155 Jahren
starb er, einsam, unverstanden und seit Jahrzehnten
für verrückt erklärt. Erst zu Beginn des 20.
Jahrhunderts wurde sein Werk wiederentdeckt. Heute
gilt Hölderlin als einer der größten und genialsten
Dichter der deutschen Literatur. Doch seine
visionären Botschaften werden immer noch verkannt,
obwohl sie aktueller sind als je zuvor, schrieb er
sie doch für uns, die „Enkel, … das Geschlecht der
kommenden Jahrhunderte“. mehr