Haunebu, Orion-Rätsel und
alte Kosmologien

Bericht vom UFO-Weltkongreß 1996 in Zürich

von Armin Risi (veröffentlicht in der Zeitschrift
The Golden Age)

Zu diesem großangekündigten Kongreß fanden sich zwischen dem 22. und 25. Februar im Zürcher Nobelhotel
Nova Park rund dreißig Referenten ein. Fast die Hälfte kam aus der Sparte Geistheilung, und so entstand eine etwas verwirrende Vermischung vieler Themen, was von den Medien dementsprechend kritisiert wurde. Dennoch wurden im Themenbereich „UFOs“ und „Alte Hochkulturen/Präastronautik“ einige wichtige oder zumindest vielversprechende Neuigkeiten besprochen.

Der belgische Ingenieur Robert Bauval (Autor von
Das Rätsel des Orion und Der Schlüssel der Sphinx) sprach über die neusten astronomischen und geologischen Entdeckungen in Giza, die darauf hinweisen, daß die Entstehung der Pyramiden und der Sphinx bis ins Jahr 10’500 v. Chr. zurückreicht (im Gegensatz zur bisherigen Annahme: 2500 v. Chr.). Er zeigte auch, auf welch wackeligen Indizien die bisherige Annahme beruht. Mittlerweile wurde auch eine neue Kammer unter der Sphinx entdeckt, die in den nächsten Monaten geöffnet werden soll. Da sich die gesamte offizielle Ägyptologie gegen diese revolutionäre Neudatierung wehrt, befürchtet Robert Bauval, daß bei dieser Kammeröffnung im engen ägyptologischen Kreis einiges nicht mit rechten Dingen zugehen wird.

Bisher hatte es immer geheißen, daß in der großen Pyramide nie irgendwelche Artefakte gefunden worden seien. Robert Bauval wies nun nach, daß schon vor 120 Jahren in einem schmalen Schacht drei Artefakte entdeckt worden waren. Dieser an sich sensationelle Fund war in einigen Fachzeitschriften veröffentlicht worden, doch die gesamte Zunft der Ägyptologen
vergaß diesen Fund einfach! Robert Bauval kommt nun die Ehre zu, daß er diese Artefakte wieder gefunden hat, und nun wurden sie unter peinlichem Stillschweigen im Britischen Museum ausgestellt.

Diese Funde wurden übrigens im selben Schacht gemacht, der über einhundert Jahre später vom deutschen Ingenieur Rudolf Gantenbrink erforscht wurde. Gantenbrink ließ einen eigens konstruierten kleinen Raupenroboter mit Lampe und Videokamera in den angeblich kurzen und bedeutungslosen Gang hochfahren (20 cm x 20 cm, Neigungswinkel 40 %), wodurch entdeckt wurde, daß dieser Schacht 65 m lang ist! Hinzu kommt, daß dieser Schacht bei einer Tür mit zwei Metallriegeln endet. Auch das ist sensationell, denn bisher hieß es immer, in der großen Pyramide gäbe es kein Metall. (Auch eines der wiedergefundenen Artefakte hat Metallteile!)

Erich von Däniken präsentierte Gantenbrinks Originalaufnahmen. Er zeigte auch die neusten Luftaufnahmen von der Nazca-Region in Peru, wo er neue, kilometerlange schnurgerade prähistorische „Pisten“ entdeckt hat, die noch unerklärlicher sind als die berühmten Scharrbilder.

Zecharia Sitchin erläuterte anhand von Keilschrift-Textstellen und Lichtbildern, was die alte sumerische Kultur über außerirdische Besuche in der Vergangenheit sagt (seine bekannten Ausführungen über den 12. Planeten). Er erwähnte auch, man habe in den neuentdeckten Höhlen in Frankreich neben den überall publizierten, phantastisch realistischen Malereien von Tieren auch UFO-Zeichnungen gefunden. Ob die als Strichskizzen wiedergegeben UFO-Zeichnungen überzeugend sind, da gingen die Meinungen auseinander.

Armin Risi sprach über die altindische Kosmologie, die viele erstaunliche Informationen enthält, weil sie neustes Physikwissen um Jahrtausende vorwegnimmt und gleichzeitig in vielen Bereichen über die Begrenztheit der modernen Physik und Anthropologie hinausgeht. Eine der wichtigsten Standpunkte ist der, daß
Leben nicht mit organischer Materie gleichgesetzt werden darf. Die Lebewesen auf der Erde, auch die Menschen, sind nicht einfach aus Materie hervorgegangen, sondern aus den höheren Dimensionen des Kosmos, denn der Kosmos ist – gemäß den vedischen Informationen – multidimensional, ebenso wie die meisten seiner Bewohner. Aus den vedischen „Götter- und Dämonengeschichten“ lassen sich auch Psychogramme der Außerirdischen ableiten, die direkte Parallelen zu heutigen Phänomenen ersichtlich werden lassen (Lichtwesen/ Channeling-Botschaften/Kampf um die Erde/Entführungen, Tierverstümmelungen). Unterscheiden, aber nicht urteilen – das war die wichtigste Konsequenz dieser Analyse.

Daß der Kosmos multidimensional ist, wurde auch vom sechsfach stigmatisierten Giorgio Bongiovanni bestätigt, der über die neusten Fatima-Prophezeiungen sprach. Laut seinen Botschaften stellt die Wiederentdeckung der Engelwelten und -wesen (vor
 allem die prophezeite baldige Rückkehr Jesu mit den Lichtschiffen) die größte Umwälzung der nächsten Jahre dar.

Der prominenteste TV-Moderator aus Mexiko, Jaime Maussan zeigte eine eindrückliche Video-Aufnahmen von UFOs, die ihm von Leuten aus dem Volk, aber auch von Stellen der militärischen und zivilen Luftfahrt zugestellt wurden. Die meisten Aufnahmen waren computer-analysiert, und es war klar ersichtlich, daß diese Objekte allesamt von einem seltsamen elektromagnetischen Feld umgeben waren. In Mexiko hält nun schon seit vier Jahren die größte UFO-Welle der Neuzeit an.

In Mexiko herrscht überhaupt keine Geheimhaltung. Der Chefredakteur des
Magazins 2000, Michael Hesemann, war unmittelbar vor dem Kongreß in Mexiko gewesen und hatte persönlich in den Radarräumen der mexikanischen Flugplätze mehrere UFO-Sichtungen auf Radar mitverfolgen können.

Bedeutend war auch – im Rahmen eines Podiumsgespräches – die öffentliche Konfrontation zwischen Michael Hesemann und Norbert Ratthofer (Autor von
Das VRIL-Projekt), der behauptet, die Nazis hätten bereits UFOs gehabt, die legendären Haunebu-Flugscheiben (angeblich weltraumtauglich). Beweise hierfür sind ein paar dubiose Dokumente und verschwommene Fotos „aus NASA-Quellen“, wie Ratthofer behauptet. Hesemann wies auf die offensichtlichsten Diskrepanzen dieser Aufnahmen hin und bezeichnete sie ganz klar als Fälschung. Auch sei der Name Haunebu erst in den fünfziger Jahren vom deutschen Atlantis-Forscher Spanuth in den deutschen Sprachraum eingeführt worden. Dieser altägyptische Ausdruck bezeichnete die „Inseln des Nordens“, die Inseln der Ägäis, doch Pastor Spanuth habe darin ein altägyptisches Synonym für sein germanisches Atlantis gesehen. Der Begriff Tachyonen, der in den angeblichen 3.-Reich-Dokumenten erwähnt wird, sei ebenfalls erst viele Jahre nach dem 2. Weltkrieg überhaupt erst geprägt werden. Norbert Ratthofer wußte bei all diesen Argumenten nichts zu entgegnen.

Daß es sich bei dieser
Haunebu-Geschichte nur um einen leidigen Nazi-Mythos handelt, wurde auch von Dr. Walter A. Frank öffentlich bestätigt, der im zweiten Weltkrieg aktiv auf der deutschen Seite teilgenommen hatte und auch viele andere Insider-Informationen kennt.

Es ist spannend zu sehen, wie sich in vielen Bereichen neue Durchbrüche anbahnen. In diesem Sinn hat die Veranstalterin (Frau Acedaih Dafi von der Atlantis Foundation Zürich) bereits den nächsten UFO-Kongreß im Frühjahr 1997 angekündigt.

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